Werftbesuch

In 2016 war es wieder soweit! 

Die MS „Weltenburg“ musste im Herbst 2016 nach Linz zum Werftaufenthalt.
TÜV und Bodenuntersuchungen stehen regelmäßig an. 

 

Ein ohrenbetäubendes Quietschen übertönt den Brei aus Industriegeräuschen, als sich die Stahlseile straffen.

(Mittelbayerische Zeitung, Mittwoch, 1. April 2009, Johannes Laubmeier)

Langsam, Zentimeter für Zentimeter schiebt sich das große Schiff aus dem Wasser. Vier Winden ziehen die MS „Kelheim“ auf Schienen an Land. Ein Schwanenpärchen weicht dem den Hang hinaufrollenden Koloss mit gemütlichen Watschlern aus. Erwin Wagner, der Geschäftsführer der Stadler Personenschifffahrtsgesellschaft, beobachtet die Prozedur vom Land aus. Er trägt eine blaue Latzhose und darüber einen groben Strickpullover. Auf seinem Kopf sitzt eine marine-blaue Schiffermütze. „Das schaut ja ganz gut aus“, kommentiert er den Zustand des Schiffs. Nach einer knappen halben Stunde ist das Schiff komplett auf dem Trockenen angekommen. Gerade rechtzeitig. Eine durchdringende Sirene hallt über das Gelände. „Middoog“, statuiert der Dockarbeiter im breiten österreichischen Akzent.

Die MS „Kelheim“ wird in der ÖS- WAG-Schiffswerft in Linz generalüberholt. Seitdem die Werft in Regensburg Mitte der Neunziger Jahre geschlossen wurde, müssen die Binnenschiffer der Kelheimer Weißen Flotte eine zweitägige Reise unternehmen, um Reparaturen durchführen zu können. Mit drei Stunden Verspätung wird das Schiff am Montagvormittag „geslippt“ wie das An-Land-Ziehen genannt wird. Ein anderes Schiff blockierte den Stellplatz. Der anhaltende Regen der vergangenen Woche hatte die Reparaturen verzögert …